Studie belegt: Social Media ist kein Ersatz für Unternehmensseiten

Dass Marktforschungsunternehmen Gartner bestätigt in einer Analyse aus den USA, das Unternehmens-Webseiten nach wie vor zum wichtigsten digitalen Marketinginstrument gehören. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und LinkedIn ändern daran vorerst nichts.

Von den befragten Teilnehmern gaben 45 Prozent an, dass Unternehmens-Webseiten nach wie vor eine übergeordnete Rolle für erfolgreiches Marketing spielen. Allerdings rangieren die sozialen Netzwerke mit 43 Prozent nur knapp dahinter. Die Befragten messen Facebook, Twitter und Co. einen ebenso hohen Stellenwert wie die klassische Online-Werbung bei. Auffällig: E-Mail-Marketing und mobiles Marketing sind mit 26 beziehungsweise 24 Prozent recht weit abgeschlagen. Einen Firmenblog halten sogar nur 6 Prozent der Befragten für wichtig.

Die Erhebung zeigt weiter, dass die Mehrheit der Befragten Unternehmen zwischen zehn und 50 Prozent -im Durchschnitt 25 Prozent - ihres Marketing-Budgets für digitale Aktivitäten ausgeben. Damit liegen die Ausgaben für digitales Marketing bei rund 2,5 Prozent des Unternehmensumsatzes. In diesem Jahr sollen die Budgets um durchschnittlich neun Prozent steigen. Besondere Schwerpunkte sind dabei das Einkaufserlebnis, Social Media und mobiles Marketing. Im Rahmen der Umfrage wurden knapp 250 Marketingverantwortliche von US-Unternehmen mit mehr als 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz befragt.

Quelle: http://www.internetworld.de

Rückblick 2012: 6,47 Milliarden Euro für Online-Werbung

Aus dem aktuellen Report des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) geht hervor, das Automobilhersteller sowie Handels- und Versandunternehmen die Stütze des deutschen Online-Werbemarkts darstellen. Die Analyse hat ergeben, das prozentual gesehen neben Büro- und Computer-Firmen auch der Finanz- und der Telekommunikationssektor am stärksten in diesen Kanal investieren.

"Klassische Online-Werbung ist branchenübergreifend gefragt - die differenzierten Optionen bei der Kommunikation, Information und Transaktion und die im Netz vertretenen Zielgruppenpotenziale für alle Wirtschaftsbereiche machen das Internet für viele Unternehmen zu einer relevanten Werbeplattform. Während manche Branchen bereits einen beachtlichen Teil ihrer Budgets in digitale Werbung investiert haben und dem Internet damit eine zentrale Rolle in ihren Kommunikationskonzepten einräumen, steht in anderen Wirtschaftsbereichen diese signifikante Ausweitung der Online-Budgets noch an", sagt Paul Mudter (Bild), Vorsitzender im Online-Vermarkterkreis (OVK) des BVDW. Das Bruttowerbevolumen für klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung und Affiliate-Netzwerke hat mit 6,47 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert und damit eine Steigerungsrate von 13 Prozent zum Vorjahr erreicht.

Neukundengewinnung mit Online-Gutscheinen

Dass Gutscheine bei fast der Hälfte der deutschen Konsumenten gut ankommen, ist bereits bekannt. Wie nützlich die Kunden Online-Gutscheine finden - und auf welchem Weg sie sie erhalten, hat eine Studie ermittelt, für die im Januar 2013 mehr als tausend Internetnutzer befragt wurden.

Das Gutschein-Vermarktungs-Netzwerks Affiliprint hat herausgefunden, das 47 Prozent der Bundesbürger mehr Gutscheine einlösen als früher. Die gedruckte Variante halten 85 Prozent für nützlich, gefolgt von Gutscheinen per Mail mit 81 Prozent und digitalen Gutscheinen als Belohnung direkt nach dem Kauf mit 77 Prozent. Auch sind für viele Nutzer Online-Gutscheine ein Anreiz, einen Shop zu besuchen:

  • 71 Prozent der Befragten schaut sich jeden Gutschein an und hebt die auf, die zu ihren Wünschen passen
  • Fast 63 Prozent bringen solche Gutscheine dazu, im Angebot des Shops nach Produkte zu stöbern
  • 60 Prozent schätzen diese Form des Rabatts als Dankeschön nach dem Kauf

Lokale Suche steht hoch im Kurs: Potenzial aber noch nicht ausgeschöpft

Aus der aktuellen Studie von TNS Infratest und dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V geht hervor, dass das Potenzial von Location Based Services (LBS) noch lange nicht ausgeschöpft ist. Die Untersuschung, für die rund 2.000 Deutsche ab 14 Jahren zu ihrem Nutzungsverhalten von mobilen LBS befragt wurden, ergab unter anderem Folgendes:

  • 95 Prozent derjenigen, die ein Smartphone oder einen Tablet-PC besitzen, wissen zwar um Navigations- und Routenplanungsdienste. Doch „nur“ 73 Prozent nutzen solche Services über ihr mobiles Endgerät regelmäßig oder gelegentlich.
  • Die Ortsbestimmung von Geschäften, Restaurants und Werkstätten in der Umgebung kennen 90 Prozent. Allerdings haben bislang gerade mal 59 Prozent einen Lokale-Suche-Dienst mindestens einmal aufgerufen.
  • Die Suche nach Empfehlungen und Bewertungen zu Anbietern vor Ort sagt immerhin 83 Prozent der mobilen User etwas, aber gerade mal 45 Prozent nutzen sie.
  • Dass sich über spezielle Services nach Angeboten, Aktionen oder Gutscheinen in der Nähe fahnden lässt, ist 82 Prozent bekannt – jedoch nicht einmal die Hälfte (36 Prozent) davon greift zumindest gelegentlich auf einen solchen Dienst zurück.
  • Dass sich Freunde oder Bekannte in der Nähe via Foursquare, Friendticker, Facebook und ähnlichen Plattformen finden lassen, wissen 81 Prozent. Von diesen Angeboten machen dennoch nur 36 Gebrauch.

Studie ITU: 2014 wird es so viele Handys wie Menschen geben

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) prognostiziert für das kommende Jahr, das sich die Anzahl der Handys weltweit auf über sieben Milliarden steigern soll - dann würde es so viele Mobiltelefone wie Menschen geben. Die Weltbevölkerung umfasste nach UN-Schätzungen Anfang 2013 7,1 Milliarden Menschen. Bis 2015 sollen jährlich rund 78 Millionen Menschen hinzukommen.

Bezogen auf Länder wird für Asien das größte Wachstum erwartet. In dem Report "The World in 2013: ICT Facts and Figures" heißt es bereits jetzt, das mehr als die Hälfte der weltweiten Mobilfunkverträge auf diesen Erdteil entfallen. Im Gegensatz dazu ist aber insgesamt eine Verlangsamung des Wachstums spürbar. Folge ist die zunehmende Sättigung der Märkte: Bis Ende 2013 werde die Marktabdeckung mit Mobiltelefonen global 96 Prozent ausmachen, in den Industrieländern bereits 128 Prozent und in den Entwicklungsländern 89 Prozent. Auch der Zugang zum Netz muss Federn lassen:  Bis Ende 2013 werden voraussichtlich 39 Prozent der Weltbevölkerung – 2,7 Milliarden Menschen – im Netz sein. Dabei wird es große Unterschiede geben: In Europa wird mit einer Internetabdeckung von 75 Prozent gerechnet, in Afrika hingegen mit nur 16 Prozent.

"Wir haben in den ersten zwölf Jahren des neuen Millenniums große Fortschritte gemacht, aber noch einen langen Weg vor uns", sagte ITU-Generalsekretär Hamadoun Touré auf dem am Donnerstag beendeten Mobile World Congress in Barcelona. "Doch zwei Drittel der Weltbevölkerung – rund 4,5 Milliarden Menschen – sind immer noch offline ... und damit ausgeschlossen von der größten und wertvollsten Bibliothek der Welt."

Quelle: http://www.heise.de